Park Allee – Kosten
Die Kosten einer fondsgebundenen Lebensversicherung setzen sich aus vier Bausteinen zusammen: Versicherungssteuer, Transaktionskosten (Alpha), laufende Verwaltungskosten (Beta) und Risikokosten. Bei klassischen Bruttopolizzen fließen in Alpha und Beta Vermittlerprovisionen ein – bei einem Nettotarif wie dem ParkAllee SE entfallen diese vollständig.
Entscheidend ist am Ende die Zinsminderung (Reduction in Yield): Sie fasst alle Kostenebenen in einer einzigen Kennzahl zusammen und macht Tarife ehrlich vergleichbar. Sie wird gesetzlich vorgeschrieben mit einer Renditeannahme von 6% p.a. berechnet.
Steuern
Bei fondsgebundenen Lebensversicherungen in Österreich fällt keine Kapitalertragssteuer an – dafür die Versicherungssteuer von 4%, die bei einer Einmalanlage direkt auf die Nettoprämie aufgeschlagen wird. Ein Investment von 100.000 € netto erfordert also eine Bruttozahlung von 104.000 €. Der eigentliche Vorteil zeigt sich langfristig: Auszahlungen und ETF-Wechsel innerhalb der Polizze bleiben vollständig KESt-frei – während ein normales Depot bei 6% Rendite mit rund 1,65% p.a. belastet würde. Die Versicherungssteuer ist damit kein Nachteil, sondern der Eintrittspreis für einen deutlich steuereffizienteren Mantel.
Transaktionskosten
Als Nettotarif fallen hier ausschließlich die reinen Basis-Einrichtungskosten der Versicherung an. Für Einmalanlagen unter 25.000 € betragen diese 3% auf die Netto-Einzahlung. Zwischen 25.000 € und 100.000 € sinken sie auf lediglich 2%. Für den Teil, der 100.000 € übersteigt, fallen sogar 0% an.
Eine Besonderheit dieses Tarifs: Die Transaktionskosten werden nicht sofort vom Einzahlungsbetrag abgezogen, sondern in den ersten 60 Monaten anteilig aus dem Fondsvermögen entnommen. Zuzahlungen folgen derselben gestaffelten Logik; ab einem Gesamteinzahlungsvolumen von mehr als 100.000 € fallen keine weiteren Transaktionskosten an.
Die Zinsminderung durch Transaktionskosten beträgt bei € 25.000 → 0,10% p.a., bei € 100.000 → 0,07% p.a. und bei € 200.000 → 0,04% p.a.
Verwaltungskosten
Die laufenden Kosten funktionieren mechanisch wie die TER eines ETF und werden direkt dem Vertragsvolumen entnommen. Standard Life berechnet schlanke 0,1% p.a. auf das investierte Fondsvermögen – die im Provisionstarif marktüblichen Folgeprovisionen entfallen im Nettotarif vollständig.
Hinzu kommen fixe Stückkosten von 5 € pro Monat (60 € p.a.). Da bei einem Einmalerlag sofort viel Kapital im Vertrag arbeitet, fallen diese Fixkosten kaum ins Gewicht. Der Effekt der laufenden Kosten nähert sich je nach Investitionssumme rasch einer Zinsminderung von 0,1% p.a. an.
Risikokosten
Standard Life garantiert, dass im Todesfall vor dem 75. Lebensjahr mindestens die eingezahlten Beiträge (abzüglich Entnahmen) an die Hinterbliebenen ausgezahlt werden – liegt der Vertragswert höher, wird dieser ausgeschüttet.
Risikokosten (berechnet nach Sterbetafel DAV 2008 T) entstehen nur, solange das Vertragsguthaben unter der Summe der Einzahlungen liegt. Bei einem Einmalerlag und einer Marktrendite von 6% p.a. wächst das Guthaben von Tag 1 an darüber hinaus, sodass die Risikokosten bei exakt 0,0% liegen. Selbst bei dauerhafter Stagnation (0% Rendite) liegen sie im Schnitt bei lediglich 0,11% p.a. und werden aus dem Vertragsguthaben entnommen.
Tatsächliche Gesamtkosten
Der vollständige Versicherungsmantel – Steuern, Transaktionen, Verwaltung und Risiko zusammen – kostet bei dieser Einmalanlage durchschnittlich nur 0,14% bis 0,31% p.a. an Rendite.
Rechnet man die internen ETF-Kosten (z. B. 0,2% p.a. TER) hinzu, ergibt sich eine Gesamtzinsminderung von 0,34% bis 0,51% p.a. – bei einer angenommenen Marktrendite von 6%.